Buchungs-Portale, das Pro und Kontra

Der Bühnen-Rider – Ein kleines „How-To“ für eine Tour-taugliche Bühnen-Anweisung
25. Juli 2017

Egal was man auf der Bühne macht, Ziel sollte es sein auch auftreten zu können. Aber wie komm ich als Künstler/Musiker an einen Auftritt?

Zum einen ist die beste Werbung immer noch die Mund-zu-Mund-Propaganda, sprich die Empfehlung von Gästen oder Gastgebern, die dich bereits erleben durften, an andere potentielle Kunden oder das Herausgeben von Visitenkarten/Werbeflyern auf Veranstaltungen. Denn: keiner kauft gerne die „Katze im Sack“. Und wer dich schon einmal live gesehen hat, weiß worüber er redet bzw. was er als Leistung für deine Gage zu erwarten hat.

Wenn ich aber noch nicht so oft auftrete, dass diese Art der Werbung ihre Wirkung entfalten kann, benötige ich andere Formen der Vermarktung für meine Leistungen. Hier helfen mitunter die zahlreichen Buchungs-Portale. Von genau diesen gibt es mittlerweile eine Vielzahl auf dem Markt. Aber was genau können diese? Sind diese für mich überhaupt sinnvoll und was kostet das unterm Strich?

 

 

Portale aus der Sicht des Kunden

Als Kunde gebe ich in der Regel bei Google und Co. meine Suchvorgaben ein und lande dann ggf. auf eines oder auch mehreren dieser Buchungsportale. Hier kann ich dann nach dem passenden Künstler/Musiker suchen und entweder den Künstler über das Portal direkt kontaktieren oder eine allgemeine Suchanfrage an alle gelisteten Künstler die für mich interessant sind (ich suche einen Zauberer) senden. Dann bekommen alle relevanten Künstler eine Benachrichtigung das eine neue Anfrage vorliegt und du kannst über das Portal mit dem interessierten Kunden Kontakt aufnehmen. Je nach Arbeitsweise des Portals geschieht dies dann auf unterschiedlicher Art und Weise

 

Welche Art von Portalen gibt es?

Ein Buchungs-Portal versteht sich in erster Linie wie ein online-Branchenbuch. Interessierte Kunden finden hier fachspezifisch den passenden Anbieter.
Hier gibt es im Groben erst einmal zwei Hauptgruppen in die man die Buchungs-Portale einteilen kann. Zum einen die Portale, bei denen du eine Gebühr für deinen Branchenbuch-Eintrag (i.d.R. eine Jahresgebühr) zahlst, zum anderen die Portale, bei denen du pro Angebots-Abgabe (Pay-per-Klick/ Adresse freikaufen) zahlst.

 

Beide Portal-Arten haben dadurch ihre Vor- & Nachteile

Portal mit Jahresgebühr (JG):
  • Fixe Kosten für deinen Eintrag
  • Keine Folgekosten für das laufende Jahr
Portal mit Pay-per-klick (PPK):
  • Fixe Kosten pro Adresse für die Angebotsabgabe
  • Kostenloser Eintrag ins Branchenbuch
  • Je nach Angebots-Anzahl eventuell teurer als Portale mit Jahresgebühr

 

Wie effektiv sind also diese beiden Portale unterm Strich?

Wenn du eh nicht viele Angebote schreibst und die laufenden Kosten für die Einträge gering halten willst, ist ein Portal mit PPK effektiv günstiger. Ab dem Zeitpunkt wo ich mehr Angebote schreibe als die Jahresgebühr des Anbieters kostet, ist ein Portal mit JG effektiver.
Bei beiden Portalen wird dir in der Regel angezeigt, wie viele bereits ein Angebot auf eine Anfrage abgegeben haben. Du kannst also in etwa einschätzen wie sinnvoll eine Angebotsabgabe noch ist, bzw. wie erfolgversprechend.

 

 

Fazit

Letztendlich garantiert dir keines der Buchungs-Portale auch einen Abschluss. Sie dienen immer nur als weitere Marketing-Möglichkeit. Mitunter zahlst du bei beiden Systemen viel Geld und hast unterm Strich nicht einen Abschluss generiert. Das muss dann aber nicht zwangsläufig an dir und deiner Leistung liegen. Zum einen kann es daran liegen, dass es einfach zu viele Angebote sind die der Kunde bekommen hat und er schon bei den ersten 2 bis 3 Angeboten zugeschlagen hat, und somit dein Angebot gar nicht erst realisiert, oder erst dann realisiert, wenn er bereits gebucht hat.
Zum anderen kann es aber auch sein, dass ein Kunde einfach nur den billigsten Anbieter gesucht und genommen hat, den er über das Portal (aber auch auf anderen Wegen darüber hinaus) finden konnte. Da du selbst ja nicht siehst zu welchem Preis sich deine Mitbewerber dem Kunden angeboten haben, kann man hier nur mutmaßen woran es also letztendlich gelegen hat.
Dein Fernziel sollte es somit sein möglichst effektiv eine Direktvermarktung für dich zu finden. Optimiere deine Website (SEO), habe ein qualitativ hochwertiges Produkt, im Idealfall mit Alleinstellungsmerkmalen, und vor Allem einen langen Atem was die Vermarktung angeht. Erfolg kommt nicht von heute auf morgen, sondern benötigt Zeit.

 

 

 

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